Speaking my truth

Heute mal in einem etwas anderen Format, möchte ich eins meiner Lieblingsgedichte mit Euch teilen.

Häufig frage ich mich, warum ich eigentlich schreibe und was oder worüber ich schreibe.

Wenn ich zum Beispiel auf einen Artikel sehr viel Resonanz bekomme, bin ich schnell verleitet, danach über ein ähnliches Thema zu schreiben, auch wenn es mich eigentlich nicht beschäftigt.

Oder wenn ich etwas schreibe und der Artikel scheinbar versumpft und ich in mir eine Stimme höre, die sagt, das interessiert niemanden, schreib über etwas anderes.

Aber glücklicherweise komme ich immer wieder zu dem selben Schluss, nämlich dem, dass ich schreibe, nicht, damit Ihr es lest (auch, wenn ich mich natürlich freue, dass Ihr es tut) und auch nicht, damit Ihr meiner Meinung seid.

Sondern ich schreibe, weil ich etwas sagen möchte. Dinge, die vielleicht schon tausendmal gesagt wurden (aber nicht von mir und nicht genau so), Dinge, die vielleicht niemanden interessieren (aber sie interessieren mich) und Dinge, die eventuell die meisten Menschen anders sehen. Aber das ist nicht so wichtig. Es geht um Authentizität, und ich gebe mein bestes, mir treu zu bleiben (und zwar nur mir).

Und wer könnte das besser in Worte fassen als Audre Lorde?

I was going to die, sooner or later, whether I had even spoken myself.

My silences had not protected me.

Your silences will not protect you….

What are the words that you don’t yet have?

What are the tyrannies you swallow day by day and attempt to make your own, until you will sicken and die of them, still in silence?

We have been socialized to respect fear more than our own need for language.“

Next time, ask: What’s the worst that will happen?

Then push yourself a little further than you dare.

Once you start to speak, people will yell at you, interrupt you, put you down and suggest it’s personal.

And the world won’t end.

And the speaking will get easier and easier.

And you will find you have fallen in love with your own vision, which you may never have realized you had.

And you will lose some friends and lovers, and realize you don’t miss them.

And new ones will find you and cherish you.

And you will still flirt and paint your nails, dress up and party, because, as I think Emma Goldman said,

„If I can’t dance, I don’t want to be part of your revolution.“

And at last you’ll know with surpassing certainty that only one thing is more frightening than speaking your truth.

And that is not speaking.”

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